Rasendünger Test

Wenn Sie ein gesundes und saftiges Gras möchten, müssen sie Ihren Rasen regelmäßig pflegen. Neben dem Lüften, Mähen und Vertikutieren gehört das Düngen des Rasens zum Standard- Pflegeprogramm für ein kräftiges Grün. Je nachdem, welche Art Rasen Sie gewählt haben, gestaltet sich das mehr oder weniger arbeitsintensiv und die Art des Rasens entscheidet über den richtigen Rasendünger.

Je höher Ihre Ansprüche sind, die Sie an den Rasen stellen, desto öfter müssen Sie ihn düngen. Diese Ansprüche können sowohl ästhetischer Natur sein als auch die Nutzung des Rasens betreffen. Im Idealfall düngen Sie Ihren Rasen zwei- bis dreimal im Jahr. Zum ersten Mal im Frühling, etwa ab Mitte März. Eine weitere Rasendüngung empfiehlt sich Anfang Juni und eventuell eine zusätzliche Düngung noch Ende August oder Anfang September.

Ab Mitte März stimulieren die wärmeren Temperaturen und die Sonneneinstrahlung die Gräser, wieder ihr Wachstum aufzunehmen. Deshalb ist jetzt auch der richtige Zeitpunkt für die erste Rasendüngung. Durch die Düngung unterstützen Sie die Triebkraft der Gräser und sorgen für eine nachhaltige Wiederergrünung. Zwei Wochen nach der Düngung können Sie den Rasen mähen. Das vertikutieren gehört ebenfalls zu den typischen Frühjahrsarbeiten. Damit können die Nährstoffe an die Graswurzeln gelangen. So ist Ihr Rasen perfekt auf die neue Gartensaison vorbereitet.

Mit einem regelmäßigen Schnitt erreichen Sie eine dichte Grasnarbe. Haben Sie einen Gebrauchs- oder Spielrasen schneiden Sie diesen im Sommer am besten jede Woche auf eine Höhe von vier bis fünf Zentimeter. Beachten Sie aber, dass bei jedem Mähen mit dem Schnittgut die darin enthaltenen wichtigen Nährstoffe von der Rasenfläche entfernt werden. Deshalb sollten Sie im Sommer unbedingt eine zweite Düngung durchführen.
Vor Winterbeginn liefert ein kaliumreicher Rasendünger eine optimale Nährstoffversorgung. Der Kaliumgehalt stabilisiert die Zellen und dadurch wird die Frostanfälligkeit gesenkt. Der Rasen wird widerstandsfähiger gegen Winterpilzerkrankungen, beispielsweise den Schneeschimmel. Dieser Pilz bringt während des Winters Ihren Rasen zum Absterben. Er macht sich durch gelb bis braun verfärbte Flächen bemerkbar. Sie müssen jedoch auch diese Flächen düngen, in schweren Fällen müssen Sie nachsähen.

Verwenden Sie einen mineralischen Rasendünger, so achten Sie darauf, dass er gleichmäßig, am besten mit einem Streuwagen, auf dem Rasen verteilt wird. Den die Salze im Rasendünger sind hygroskopisch. Das bedeutet: Bleiben die Salze auf den Pflanzen liegen, entziehen sie ihnen bei Trockenheit Wasser. Die Pflanzen werden braun und sterben ab, die Pflanzen verbrennen, wie viele Hobbygärtner es umgangssprachlich ausdrücken. Aus diesem Grund sollten Sie auch nicht bei starker Hitze und Trockenheit den Dünger aufbringen, sondern warten Sie lieber auf trübe Tage oder Regenwetter. Hilfreich ist es auch, wenn Sie organische Dünger verwenden, bei denen die Gefahr des gefürchteten Verbrennens nicht so groß ist wie bei mineralischen Dünger.

Um Verbrennungen zu vermeiden, müssen Sie mit der ersten Düngung eines neu angelegten Rasens so lange warten, bis ein dichter, gut angewachsener Rasenteppich entstanden ist. Ältere Rasenflächen benötigen mehr Nährstoffe als frisch angelegte. Dasselbe gilt auch für Rasenflächen, die von Ihnen besonders oft gemäht werden, weil das Abschneiden der Blattspitzen ihnen Nährstoffe entzieht. Nach dem Düngen ist es immer ratsam, den Rasen zu sprengen, damit Düngerreste von den Grashalmen auf das Erdreich gelangen und mit dem Wasser in den Boden eingeschwemmt werden.

Oft wird von Gartenbesitzern fälschlicherweise angenommen, dass das Auftreten von Moos durch einen Kalkmangel im Boden verursacht wird. Tatsächlich weist das Auftreten von Moosflächen aber immer auf mangelnde Pflege des Rasens hin und hat drei Ursachen. Entweder leidet der Boden unter Staunässe und Verdichtung, die Rasenfläche liegt im Schatten und erhält zu wenig Licht oder sie ist in extrem trockener, heißer Lage und eine der dritten Ursachen ist die Nährstoffunterversorgung. Das Gras hat nicht mehr ausreichend Nährstoffe für ein kräftiges und gesundes Wachstum zur Verfügung, während hingegen das Moos, das wesentlich genügsamer ist, noch sehr gut wächst. Die Nährstoffunterversorgung können Sie durch eine entsprechende Düngung beheben.

Eine gleichbleibende Nährstoffabgabe über Monate hinweg wird mit einem Rasen- Langzeitdünger gewährleistet. Bei Verwendung dieses Düngers fördern Sie ein dichtes, gleichmäßiges Wachstum ohne Verbrennungen. Wenn Sie einen Bio- Rasendünger verwenden, werden Düngeverluste und Auswaschung in den Boden wegen der organischen Inhaltsstoffe reduziert. Gleichzeitig wird dadurch auch die Belastung des Grundwassers deutlich verringert.